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Anna Stünzi

Präsidentin

Anna Stünzi

Präsidentin

Anna Stünzi hat Psychologie und Volkswirtschaft studiert und doktoriert nun an der ETH Zürich im Bereich Klima- und Ressourcenökonomie. 2014 hat sie die Firma GOE GmbH übernommen und zusammen mit zwei Architekten eine neue Firma aufgebaut, die sich mit der Projektierung und Ausführung von erneuerbaren Energieanlagen beschäftigt. Anna ist seit 2011 Mitglied bei foraus und hat 2016 die Co-Leitung des Programms Umwelt, Verkehr und Energie übernommen. Sie ist Co-Autorin diverser foraus-Publikationen und hat 2017 das Projekt Sustainable FinTech aufgebaut. Seit November 2019 ist sie Präsidentin von foraus. Neben ihrer Arbeit für foraus ist Anna im Vorstand des Vereins Gemeinsam Znacht und im Leadership Council von SDSN Schweiz.

Publikation von Anna Stünzi

As ice caps are melting, the Arctic receives unprecedented attention from states in the region and from other major powers. Trade routes for international shipping and some of the Arctic’s vast resources are becoming more accessible. Increased interests and activity in the Arctic bear opportunities and risks in two main areas: environmental and security. Even though the Arctic appears far off, both are also of concern to Switzerland.

The proposed “Swiss Vision for the Arctic” imagines the kind of Arctic Switzerland would like to see and to which it could and should contribute. Based on a Swiss interest to mitigate climate change and environmental hazards, this vision highlights that commercial activities and regional development in the Arctic need to be pursued in line with the Sustainable Development Goals (SDGs), and to the benefit of the local population. As Switzerland’s security and prosperity depend on a functioning European and international order, the vision foresees a peaceful resolution of disputes through legal mechanisms, transparency about security perceptions, and a limitation of military activities, guided by the principle of human security.

Biodiversity is in a desolate state. In their first report released in May 2019, the Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES) finds that biodiversity is declining at rates faster than at any time in human history, threatening ecosystem functions critical to human survival and wellbeing. While the report is novel in terms of its scope and multilateral backing, the overall trends were long known, yet largely outside of the awareness of society. That’s why, in autumn 2018, foraus set out to crowdsource innovative ideas on how to tackle the biodiversity crisis through a newly developed online policy innovation tool: Policy Kitchen. Together with experts, foraus defined three challenges with a link to foreign policy, in which action is particularly needed: How to square biodiversity conservation and economic development? How to make trade more biodiversity-friendly? And how to improve global governance around biodiversity conservation? foraus discussed these questions with over 100 participants from various backgrounds. The process resulted in 43 ideas on biodiversity conservation, four of which were developed further and are presented in this publication.

Die Schweiz war 2015 für einen Treibhausgas-Ausstoss von 48.1 Mio Tonnen CO2-Äquivalenten (CO2eq) verantwortlich. Die Emissionen sollen gegenüber 1990 mittels verschiedener Massnahmen um 50% gesenkt werden. Die Schweiz wird deshalb oft als Vorreiterin im Klimaschutz bezeichnet und ist Mitglied der «Paris High Ambition Coalition». Umfassende Klimaziele sind komplex. Darum schlagen die Autor*innen vor, die Forschungs- und Innovationsstärke der Schweiz zu nutzen, um Klimadaten besser zugänglich zu machen. Durch die Gründung eines Swiss Open Climate Data Centers stünden sowohl für Forschung als auch Unternehmen mehr Daten im Klimabereich zu Verfügung. Damit unterstützt die Schweiz einerseits eine wissenschaftsbasierte Klimapolitik. Andererseits ermöglicht der Zugang zu Daten die Entwicklung neuer Technologien und Dienstleistungen und stellt damit einen wichtigen Standortfaktor dar für Unternehmen, welche aus innovativen Lösungen tatsächliche  Anwendungen entwickeln. Durch gezielte Förderung von Open Data Projekten, bspw. als Kriterium bei Nationalfonds-Projekten, kann die Schweiz den Datenzugang zusätzlich antreiben.

 

The humanitarian crisis at the internal and external borders of Europe and the dysfunctionality of the Dublin Regulation call for political responses to the challenges posed by humanitarian migration to Europe. The European countries are deeply divided on how to reform the Common European Asylum System. Attempts to relocate asylum seekers across Europe have not succeeded and revealed the lack of solidarity among European countries. In this paper, we analyse the causes of the current asylum policy crisis in Europe and propose potential policy solutions. We conduct a thorough game-theoretical analysis of the incentive structures of countries and asylum seekers influenced by the rules of the Dublin Regulation. Based on this analysis, we propose a comprehensive reform of the Common European Asylum System.

Die AutorInnen des Think Tanks foraus analysieren die Ursachen der aktuellen Krise der europäischen Asylpolitik. Darauf aufbauend plädieren sie für eine umfassende Reform des Dublin-Systems, die nicht nur eine funktionierende europäische Asylkoordination zu realisieren vermag, sondern der es auch gelingen kann, die divergierenden nationalstaatlichen Interessen auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Die spieltheoretische Analyse der Anreizstrukturen für Länder und Geflüchtete zeigt, dass die Dublin-Regeln systematische Fehlanreize für alle beteiligten Akteure erzeugen. Staaten besitzen wenig Anreize Ankommende zu registrieren und Ankommende haben Anreize sich der Registrierung zu entziehen. Staaten möchten vermeiden, die Kosten (und den politischen Preis) für den Flüchtlingsschutz zu übernehmen und versuchen stattdessen die Geflüchteten an ihre europäischen Nachbarn abzuschieben. Geflüchtete möchten in jenem europäischen Land einen Antrag stellen, in dem sie sich die besten Zukunftsperspektiven erhoffen und vermeiden deshalb in den meisten Fällen, bereits im Ersteintrittsland registriert zu werden.

Unter partnerschaftlichen Instrumenten in der Migrationsaussenpolitik werden im vorliegenden Diskussionspapier Migrationspartnerschaften und Migrationsabkommen verstanden. Es sind relativ neue Instrumente in der Migrationspolitik, in die viel Hoffnung gesetzt wird und die auf eine grosse politische Akzeptanz stossen. Sie sollen gleichzeitig einen Beitrag dazu leisten, die notorischen Probleme bei der Durchsetzung der Wegweisung zu lösen und zudem die Einseitigkeit überwinden, mit der migrationspolitische Fragen bisher behandelt worden sind. Das Diskussionspapier untersucht die Frage, ob partnerschaftliche Instrumente in der Migrationsaussenpolitik im Umgang mit Migration tatsächlich einen Paradigmenwechsel mit sich bringen, wie gross ihr Effekt für die Zielsetzungen der Schweizer Migrationspolitik sein kann und welche Risiken mit diesen Instrumenten verbunden sind. Die Diskussion konzentriert sich dabei auf die Untersuchung partnerschaftlicher Instrumente in der Migrationsaussenpolitik mit afrikanischen Staaten. Da in Afrika – im Gegensatz zu Europa – weitere potentielle Partnerstaaten vorhanden sind, ist es interessant das Potential dieser Instrumente an ihrer Funktionstüchtigkeit in der bereits bestehenden Zusammenarbeit mit Staaten wie Nigeria und Tunesien abzuschätzen. Das Diskussionspapier gelangt zum Schluss, dass der partnerschaftliche Ansatz grundsätzlich vielversprechend ist und weiter verfolgt werden sollte. Ob die bestehenden Instrumente dem Anspruch einer echten Partnerschaft aber gerecht werden können und ob sie zur Umsetzung der gegenwärtigen Ziele der Migrationspolitik der Schweiz tatsächlich einen Beitrag leisten, erscheint jedoch fraglich. Zweifel ergeben sich einerseits aus dem Entstehungskontext partnerschaftlicher Instrumente, andererseits aus der Verhandlungsdynamik, die sie gegenwärtig auslösen.